Ressourceneffizienz

Die Bedeutung der Ressourceneffizienz nimmt im produzierenden Gewerbe zu, dies zeigen aktuelle Umfragen. Allerdings verdeutlichen diese Umfragen auch ein Dilemma: Energieeffizienz, Ressourceneffizienz oder Materialeffizienz, um nur drei Begriffe zu verwenden, gehen munter durcheinander. Es fehlt ein präzises Verständnis, was die unterschiedlichen Begriffe wissenschaftlich abdecken.

Ressourceneffizienz kann sehr breit verstanden werden. In diesem Fall kann auch der effiziente Umgang mit Arbeitsleistungen und Kapital einbezogen werden. Im engeren Sinn kann der Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Energie, Stoffen oder auch Umweltgütern gemeint sein. In diesem Sinn stellt Ressourceneffizienz einen Oberbegriff dar, der die Säulen der technischen Produktion –Energie, Material und Umweltgüter – umfasst.

In diesem Verständnis macht die hohe Bedeutung, die das Thema heute genießt, auch Sinn. Denn die Ressourceneffizienz bildet eine inhaltliche Klammer für diese drei Säulen. Diese Klammer ist notwendig, weil der effiziente Umgang mit Energie nicht immer auch gleichzeitig eine effizienten Umgang mit kritischen Materialien bzw. Rohstoffen darstellt.

Zu den wichtigsten Umweltgütern, die im Rahmen der technischen Produktion eingesetzt werden, gehört Wasser. Auch hier ergeben sich in Einzelfällen gegenläufig Trends zur Energie- oder Materialeffizienz. Und ein erhöhter Einsatz von erneuerbaren Energien macht einen Prozess unter dem Gesichtspunkt des Umweltgutes „Klimaschutz“ grüner, aber die Energieeffizienz des Prozesses selbst kann durchaus nur mäßig sein, um dieses Beispiel zu Ende zu denken.

Was fehlt, sind methodische Verabredungen, wie unterhalb des Ressourcenbegriffs die einzelnen Säulen inhaltlich gefasst, berechnet und gegeneinander gewichtet werden. Solange dies der Fall ist, bestehen Unklarheiten bei der konkrete Operationalisierung von Ressourceneffizienz. Vor diesem Hintergrund sind die laufenden Bemühungen des VDI zu verstehen, Ressourceneffizienz methodisch zu vereinheitlichen. Hierzu sind eine Rahmenrichtlinie und drei zugeordnete Richtlinien Energie-, Materialeffizienz und Umweltgüter in Arbeit (VDI 4599, VDI 4601).

Eine Herausforderung für den VDI dürfte es sicherlich sein, im Rahmen der Richtlinie zur Materialeffizienz auch Festlegungen zur Bewertung knapper oder besser kritischer Rohstoffe zu treffen.

Die konkrete Analyse von technischen Prozessen zeigt regelmäßig die hohe Ergebnisrelevanz, die die Abfalltechnik aufweist. Dies gilt sowohl für den Produktionsprozess selbst (NPO, Not Product Output) als auch für die der Nutzung nachgeschaltete Abfallphase. Die BZL GmbH hat in der letzten Zeit eine Reihe von Expertisen und Gutachten zum Themenkomplex Ressourceneffizienz erstellt, wobei sie sich methodisch auf das oben ausgeführte Drei-Säulen-Prinzip gestützt hat (Material, Energie Umwelt).

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