Unsere Referenzen zu chemiepolitischen Fragestellungen

Seit mehr als 25 Jahren befassen wir uns bereits mit den Themen Chemikaliensicherheit und Zukunft der Chemie. So haben wir in den vergangenen Jahren verschiedene Organisationen in chemiepolitischen und Unternehmen in anlagenbezogenen Fragen beraten.
 

Internationales Kompetenzzentrum für Nachhaltige Chemie (International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3))
Aktuell ist die BZL GmbH Teil eines Konsortiums (mit N-hoch-3 und DECHEMA), welches das BMUB/UBA beim Aufbau eines Internationalen Kompetenzzentrums für Nachhaltige Chemie (International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3)) unterstützt.

 

Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist nicht nur aus ökologischer und ökonomischer, sondern mit Blick auf Nord-Süd- und Generationengerechtigkeit auch aus ethischer Sicht eine vordringliche Aufgabe. In Deutschland kommt der Wirtschaft, hier insbesondere dem produzierenden Gewerbe und der Bauwirtschaft, aufgrund ihrer Energie- und Materialverbräuche, aber auch der dort vorhandenen Einsparpotenziale, eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit der BiPRO GmbH, München, haben wir im Auftrag des VDI Zentrums Ressourceneffizienz eine „Analyse von Ressourceneffizienzpotenzialen in KMU der chemischen Industrie" vorgenommen. Denn obwohl das Innovationsniveau der chemischen Industrie in Deutschland bereits sehr hoch ist, lassen sich insbesondere bei den kleinen und mittleren Unternehmen noch Potenziale für Material- und Energieeinsparungen finden. An sieben Fallbeispielen werden neben den jeweiligen Effizienzmaßnahmen auch die konkreten Kosteneinsparungen erläutert. Die Studie fokussiert auf Bereiche der Chemieindustrie, die mittelständisch geprägt und dabei volkswirtschaftlich besonders bedeutend sind. Die Studie kann vor der Webseite des VDI ZRE oder hier heruntergeladen werden.

In unserer aktuellen Studie zu den Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken zeigen wir, dass die Hauptemissionsfrachten an Quecksilber in Deutschland aus Kohlekraftwerken stammen. Durch die Einführung strengerer Grenzwerte nach US-amerikanischem Vorbild (und natürlich auch durch den Einsatz Quecksilber-armer Kohle) könnten diese Emissionen deutlich gesenkt werden. Die Technologie hierfür ist verfügbar, wurde sogar in Deutschland entwickelt und ist bereits an mehreren Abfallverbrennungsanlagen in Betrieb. Derzeit wird auf EU-Ebene an der Aktualisierung des BVT-Merkblattes für Großfeuerungsanlagen von 2006 gearbeitet – eine gute Gelegenheit, auch hier den wahren Stand der Technik für die Minimierung der Quecksilberemissionen und nicht nur den Status quo festzuschreiben.

  • Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken in Deutschland – Stand der Technik der Emissionsminderung. Studie im Auftrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bundestag, April 2014
    Download: Studie (pdf, 0,6 MB)
  • Zeschmar-Lahl, B., Tebert, C.: Vom Winde verweht. Die Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken in Deutschland könnten durch Einführung des Standes der Technik um die Hälfte reduziert werden. In: ReSource, Heft 2/2014, 27. Jg., S. 32-40, Rhombos-Verlag, Berlin
    Download: Artikel (pdf, 0,25 MB)

2013 haben wir im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mittels einer Delphi-Befragung die strategischen Fragen einer Problemlösung des Marine Litter-Proglems in Entwicklungsländern vertieft betrachtet.

  • Strategien zur Bekämpfung von „Marine Litter“ in Entwicklungsländern. Ergebnisse einer Expertenbefragung (Delphi-Analyse) im Auftrag der GIZ, 2014
    Siehe hierzu auch: Zeschmar-Lahl B., Lahl U.: Im Mahlstrom der Moderne. Das globale Problem „Marine Litter“ stellt die Abfallwirtschaft vor eine große Herausforderung. ReSource 1, 18-24, 2014.
    Download: Artikel (pdf, 0,5 MB)

Für die GIZ waren wir in China u.a. auch im Rahmen der Verhandlungen der Minamata-Konvention tätig.

  • Lahl, U.: Possible Recommendations – Progress Report. China Council for International Cooperation on Environment and Development (CCICED), Special Policy Study on Mercury Management in China, Beijing, June 1.-2., 2011
    Download: Vortragsfolien (pdf, 1,9 MB)

Im Jahr 2011 haben wir im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung eine Studie erstellt, die aufzeigen soll, welche Veränderungen die Chemiebranche in der Bundesrepublik vollziehen muss, um den Umwelt- und Klimaschutzzielen gerecht zu werden und gleichzeitig ihre Produktion wettbewerbsfähig zu halten. Diese Studie wurde in 2012 auf mehreren Veranstaltungen mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik diskutiert (siehe Vorträge).

Weitere Publikationen (Auswahl):

  • Lahl U., Kümmerer K.: Sustainable Chemistry / Green Chemistry. Überlegungen für die chemiepolitische Diskussion. In: Beyer H. (Hrsg.) – Die Grünen | Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament: Giftfreies Europa, S. 83-94, 2014
    Download (externer Link): Giftfreies Europa (pdf, 5,8 MB)
  • Lahl U.: Marine litter - why we need chemical answers. Vortrag auf der Ecochem 2013 - The Sustainable Chemistry & Engineering Event. Congress Center Basel, 19.11.2013.
  • Lahl U., Zeschmar-Lahl B.: RISKCYCLE and EU Legislation. In: Bilitewski B., Darbra R.M., Barceló D. (Eds.): Global Risk-Based Management of Chemical Additives II. The Handbook of Environmental Chemistry 23, 137-152, 2013
  • Schönberger H., Tebert C., Lahl U.: Expertenanhörung im Umweltausschuss. Fachleute nahmen Stellung zum Regierungsentwurf zur Umsetzung der EU-Industrieemissionsrichtlinie in deutsches Recht. ReSource 4, 4-11, 2012
    Download: Artikel (pdf, 1 MB)
  • Lahl U., Zeschmar-Lahl B.: RISKCYCLE and EU Legislation. RISKCYCLE - Risk Based Management of Chemicals and Products in a Circular Economy at a Global Scale. Beiträge zu Abfallwirtschaft/Altlasten Band 87, 201-212, 2012
  • Lahl U., Zeschmar-Lahl B.: Verbesserung des stofflichen Recyclings mittels REACH. Müll-Handbuch Kz. 0145, Lfg. 3, 2012. Externer Link: Abstract
  • Lahl U.: Wie "grün" kann Chemie heute sein? Waterkant 4, 29-30, 2011
  • Zeschmar-Lahl B.: Von der Produktverantwortung zur Stoffverantwortung – Beispiel PVC-Industrie. In: Bilitewski B., Werner P., Rotter V.S., Janz A.: 20 Jahre Abfallwirtschaft, Herstellerverantwortung, Produktpolitik. Beiträge zu Abfallwirtschaft/Altlasten Bd. 79, 101-115, 2011

Ältere Beiträge (Auswahl)

  • Lahl U.: Chemiepolitik ist zuerst Produktpolitik. Die Zukunft der Chemie. In: Schaeffer R. (Hrsg.): Ist die technisch wissenschaftliche Zukunft demokratisch beherrschbar? Beiträge zum Kongress der Heinrich Böll Stiftung, 39-46, 1990
  • Lahl U., Zeschmar-Lahl B.: Chemiepolitische Vorstellungen und die „Sprache der Chemie“. In: Held M. (Hrsg.): Chemiepolitik: Gespräch über eine neue Kontroverse. VCH-Verlag Weinheim, 175-182, 1988
  • Zeschmar-Lahl B.: Chemikaliengesetz und Altstofferfassung. In: Friege H., Claus F. (Hrsg.): Chemie für wen? rowohlt Verlag, Reinbek, 95-106, 1988
  • Lahl U., Zeschmar-Lahl B.: Chemie und Natur. In: Friege H., Claus F. (Hrsg.): Chemie für wen? rowohlt Verlag, Reinbek, 182-187, 1988
  • Lahl U., Zeschmar B.: Stoffströme und Bedeutung – Politische Handlungsszenarien. In: Arbeitskreis Chemische Industrie und KATALYSE (Hrsg.): Gift Macht Geld. Die Chemische Industrie und Strategien zu ihrer Entgiftung, Köln, 77-90, 1986
  • Lahl U., Zeschmar B.: Konversion ja, aber wohin? In: Arbeitskreis Chemische Industrie und KATALYSE (Hrsg.): Gift Macht Geld. Die Chemische Industrie und Strategien zu ihrer Entgiftung, Köln, 104-109, 1986
  • Jansen S., Lahl U., Zeschmar-Lahl B.: Chemische Industrie und GRÜNE. In: Projektgruppe Grüner Morgentau (Hrsg.): Perspektiven ökologischer Wirtschaftspolitik. Ansätze zur Kultivierung von ökonomischem Neuland. Campus Verlag, 115-134, 1986